Kunden gewinnen im Handwerk: Marketing, Werbung und Anfragen im Vergleich
Stand: 12. Oktober 2026
Handwerksbetriebe gewinnen neue Kunden heute vor allem dort, wo Kunden selbst suchen: bei Google, über Bewertungen und über Empfehlungen. Bezahlte Wege wie Anzeigen und Auftragsportale bringen schneller Anfragen, kosten aber für jeden Klick oder Kontakt. Dieser Ratgeber vergleicht die Wege, zeigt, was jeder pro gewonnenem Auftrag kostet, und welcher zu welchem Betrieb passt.
Wo Kunden heute nach einem Betrieb suchen
Die Handwerkskammer Magdeburg beschreibt es so: Über Suchmaschinen wie Google oder Bing holen sich Kunden zahlreiche Informationen und Vergleiche über Betriebe ein, und der Fokus sollte nicht auf dem niedrigsten Preis liegen, sondern auf Qualität und Vertrauen (Handwerkskammer Magdeburg: Marketing im Handwerk).
Für die lokale Suche nennt Google drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit (Google Unternehmensprofil-Hilfe). Relevanz heißt: Ihr Profil und Ihre Website sagen klar, was Sie machen. Bekanntheit entsteht unter anderem durch Bewertungen. Die Entfernung können Sie nicht ändern, deshalb zählt der Ort, an dem Sie gefunden werden wollen.
Wie oft Kunden in 16 Großstädten nach den einzelnen Gewerken suchen und in welchem Monat am meisten, steht in der Auswertung der Handwerker-Nachfrage.
Die Wege im Vergleich
| Weg | Was er kostet | Der Haken | Wem der Kunde gehört |
|---|---|---|---|
| Empfehlungen und Stammkunden | Zeit und gute Arbeit | lässt sich kaum planen oder steigern | Ihnen |
| Google-Unternehmensprofil und Bewertungen | vor allem Zeit | braucht Pflege und viele echte Bewertungen | Ihnen |
| Eigene Website | Erstellung und Pflege | dauert, bis sie bei Google gefunden wird | Ihnen |
| Google Ads | Preis pro Klick | Kosten laufen ab dem ersten Klick | Ihnen |
| Auftragsportale | Gebühr pro Kontakt | Sie zahlen auch, wenn kein Auftrag entsteht; der Kunde vergleicht mehrere Betriebe | geteilt |
| Print, Fahrzeug, Bauschild | Druck und Gestaltung | schwer zu messen, was es bringt | Ihnen |
| Partnerplatz bei uns | Monatsgebühr, bei größeren Aufträgen eine Pauschale | nur möglich, wenn Ihr Gewerk in Ihrer Stadt noch frei ist | Ihnen allein für Ihr Gewerk und Ihre Stadt |
Empfehlungen bleiben für viele Betriebe der wichtigste Weg. Sie wachsen, wenn zufriedene Kunden es leicht haben, Sie weiterzuempfehlen: mit einer Visitenkarte, einem Link zu Ihrem Google-Profil und der Bitte um eine Bewertung direkt nach dem Auftrag.
Google-Profil und Bewertungen. Ein vollständiges Profil mit Leistungen, Fotos eigener Arbeiten und Öffnungszeiten ist kostenlos. Was Sie gegen eine unfaire Bewertung tun können, steht in Google-Bewertung löschen lassen.
Eigene Website. Sie macht aus Besuchern Anrufe, wenn Leistungen, Einsatzgebiet und Telefonnummer sofort zu finden sind. Was sie dafür leisten muss: Website für Handwerker.
Google Ads. Was ein Klick je Gewerk und Stadt kostet, steht in Google Ads für Handwerker.
Auftragsportale. Was ein Auftrag über ein Portal Sie wirklich kostet, rechnen Sie im MyHammer-Kostenrechner mit Ihren eigenen Zahlen nach. Wege ohne Gebühr pro Kontakt vergleicht MyHammer-Alternative.
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Jeden Weg pro gewonnenem Auftrag rechnen
Ein Klick, ein Kontakt oder ein Flyer ist noch kein Auftrag. Vergleichbar werden die Wege erst, wenn Sie für jeden die Kosten eines Monats durch die Aufträge teilen, die daraus wirklich entstanden sind. Wie viel ein Auftrag kosten darf, hängt an Ihrem Stundensatz: Der Stundenverrechnungssatz-Rechner zeigt, was eine Stunde Ihres Betriebs mindestens einbringen muss.
Fünf Schritte für die nächsten drei Monate
- Fragen Sie jeden Neukunden, wie er Sie gefunden hat, und schreiben Sie es auf.
- Machen Sie Ihr Google-Profil vollständig und bitten Sie nach jedem Auftrag um eine Bewertung. Wie viele Bewertungen in Ihrem Gewerk üblich sind, zeigt Wie viele Google-Bewertungen braucht ein Handwerksbetrieb?.
- Prüfen Sie Ihre Website mit der Checkliste in Website für Handwerker.
- Rechnen Sie bezahlte Wege pro Auftrag nach, nicht pro Klick oder Kontakt.
- Verschieben Sie das Budget nach drei Monaten zu dem Weg, der Aufträge am günstigsten bringt.
Hilfe beim Planen gibt es auch bei den Kammern: Fragen Sie Ihre Handwerkskammer nach einer Betriebsberatung. Die Handwerkskammer Magdeburg etwa nennt auf ihrer Seite zum Marketing im Handwerk einen Betriebsberater als Ansprechpartner.
Quellen
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