Stundenverrechnungssatz berechnen: Rechner nach dem Schema der Handwerkskammer

Stand: 01. Oktober 2026

Taschenrechner neben einer Checkliste für die Kalkulation

Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis, den eine Arbeitsstunde Ihres Betriebs mindestens kosten muss, damit alle Kosten gedeckt sind und ein Gewinn bleibt. Die Handwerkskammer zu Leipzig beschreibt die Stundensatzkalkulation als eine im Handwerk weit verbreitete einfache Methode (Handwerkskammer zu Leipzig: Kostenrechnung und Kalkulation). Der Rechner unten folgt ihrem Kalkulationsschema in fünf Schritten.

Die fünf Schritte des Schemas

  1. Verrechenbare Stunden. Von 365 Kalendertagen ziehen Sie 104 Samstage und Sonntage ab; es bleiben 261 Zahltage. Davon gehen bezahlte Feiertage, Urlaub, Krankheit und sonstige Ausfalltage ab. Die übrigen Anwesenheitstage mal Stunden pro Tag, abzüglich unproduktiver Stunden, ergeben die verrechenbaren Stunden pro Mitarbeiter. Mal der Zahl der produktiv Beschäftigten ist das die Kapazität Ihres Betriebs.
  2. Personalkosten. Löhne und Gehälter aller Mitarbeiter plus Lohnnebenkosten, also die Arbeitgeberanteile zu Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, Berufsgenossenschaft und Umlagen. Auch Büro, Minijobs und Lehrlinge gehören dazu.
  3. Sach- und Finanzierungskosten. Miete, Energie, Fahrzeuge, Versicherungen, Werbung, Beratung und Ähnliches, dazu Zinsen, Tilgung oder Abschreibung und Leasing.
  4. Kalkulatorische Kosten. Ein Unternehmerlohn, mindestens in Höhe der nötigen Privatentnahme, und Zinsen auf das eingesetzte Eigenkapital. Wer hier nichts ansetzt, arbeitet ohne eigenes Gehalt.
  5. Wagnis und Gewinn, Umsatzsteuer. Auf die Kosten kommt ein Zuschlag für Wagnis und Gewinn; das ergibt den Satz netto. Für Privatkunden kommt die Umsatzsteuer hinzu.

Teilen Sie die Summe jeder Stufe durch die Kapazität, dann sehen Sie, wie viel jeder Kostenblock pro Stunde ausmacht. Genau so zeigt es der Rechner.

Rechner: Stundenverrechnungssatz für Ihren Betrieb

Aufgebaut nach dem Schema der Handwerkskammer zu Leipzig. Die Tage und Stunden sind Beispielwerte – ersetzen Sie sie durch Ihre eigenen. Die Kostenfelder sind leer: Tragen Sie Jahreswerte aus Ihrer Buchhaltung ein. Der Rechner speichert nichts und schickt nichts ab.

1. Verrechenbare Stunden

Tage pro Jahr, die auf einen Werktag fallen.

Pro Mitarbeiter und Jahr.

Durchschnitt pro Mitarbeiter und Jahr.

Schulung, Schlechtwetter, Berufsschule.

Bezahlte Stunden pro Arbeitstag.

Fahrten, Lager, Werkstatt, Büro – pro Mitarbeiter.

Alle, deren Stunden Sie abrechnen – auch Sie selbst, wenn Sie mitarbeiten.

2. Kosten pro Jahr (€)

Löhne und Gehälter plus Arbeitgeberanteile, alle Mitarbeiter inkl. Büro und Lehrlinge.

Miete, Energie, Fahrzeuge, Versicherungen, Werbung und Portalgebühren, Büro, Beratung.

Zinsen, Tilgung oder Abschreibung (der höhere Betrag), Leasing.

Unternehmerlohn (mindestens Ihre nötige Privatentnahme) plus Zinsen auf Eigenkapital.

3. Zuschläge (%)

Zuschlag in Prozent auf die Kosten.

Für Privatkunden; 19 % für die meisten Leistungen.

Verrechenbare Stunden pro Person und Jahr
1.488 Std.
Kapazität des Betriebs pro Jahr
2.976 Std.

Tragen Sie Personal- und Sachkosten ein, dann rechnet das Tool den Stundensatz.

Gebühren für Portale und Anfragen gehören in die Sachkosten. Was ein gewonnener Auftrag über ein Portal kostet, zeigt der Portal-Kostenrechner

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Rechenhilfe nach dem Schema der Handwerkskammer zu Leipzig, vereinfacht: Jahreswerte statt Einzelposten, ohne Erlös aus Wareneinsatz. Keine Steuer- oder Betriebsberatung.

Wo Kundengewinnung in der Rechnung steht

Werbung steht im Schema bei den Sachkosten. Dazu gehören auch Gebühren für Auftragsportale und gekaufte Anfragen. Wenn Sie über Portale arbeiten, rechnen Sie diese Kosten pro Jahr hier ein. Was ein über ein Portal gewonnener Auftrag kostet, zeigt der Portal-Kostenrechner. Eine Übersicht, wie Betriebe in welchem Gewerk an Aufträge kommen, steht in Aufträge für Handwerker finden.

Was der Rechner vereinfacht

Das Schema der Handwerkskammer listet jede Kostenart einzeln und zieht am Ende den Erlös aus dem Wareneinsatz ab. Der Rechner fragt Jahressummen ab und lässt diesen Abzug weg; er ist eine Rechenhilfe, keine Steuer- oder Betriebsberatung. Für eine vollständige Kalkulation bietet die Handwerkskammer zu Leipzig das Schema zum Download und eine Beratung an.

Wie Betriebe einzelner Gewerke an Aufträge kommen, mit der Nachfrage in 16 Großstädten: Elektriker, Dachdecker und Entrümpelung.

Quellen

  1. Handwerkskammer zu Leipzig: Ermittlung Stundenverrechnungssatz (Kalkulationsschema, PDF) (2026-10-01)
  2. Handwerkskammer zu Leipzig: Kostenrechnung und Kalkulation (2026-10-01)

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