Was darf eine Anfrage kosten? So rechnen Handwerksbetriebe nach
Stand: 12. Oktober 2026
Eine Anfrage darf höchstens so viel kosten, wie ein daraus gewonnener Auftrag an Deckungsbeitrag bringt, multipliziert mit dem Anteil der Anfragen, die Sie tatsächlich gewinnen. Bringt ein Auftrag 360 Euro Deckungsbeitrag und wird jede vierte Anfrage zum Auftrag, liegt die Grenze bei 90 Euro pro Anfrage. Zahlen Sie mehr, verlieren Sie mit jedem so gewonnenen Auftrag Geld. Dieser Ratgeber zeigt die Rechnung Schritt für Schritt, der Rechner weiter unten setzt Ihre eigenen Zahlen ein.
Die Rechnung in drei Zahlen
- Deckungsbeitrag pro Auftrag. Der Netto-Auftragswert minus Material, Fremdleistungen und die Lohnkosten für genau diesen Auftrag. Das ist der Betrag, den der Auftrag zu Miete, Fahrzeugen, Verwaltung und Gewinn beiträgt. Ob Ihr Stundensatz das trägt, zeigt der Stundenverrechnungssatz-Rechner.
- Abschlussquote. Wie viele bezahlte Anfragen werden zu Aufträgen? Zählen Sie die letzten drei Monate aus Ihrem Portal-Konto oder Ihren Notizen aus, nicht aus dem Gedächtnis.
- Höchstpreis pro Anfrage = Deckungsbeitrag × Abschlussquote.
| Rechenbeispiel | Abschlussquote 25 % | Abschlussquote 10 % |
|---|---|---|
| Netto-Auftragswert | 1.200 Euro | 1.200 Euro |
| Deckungsbeitrag (30 %) | 360 Euro | 360 Euro |
| Höchstpreis pro Anfrage | 90 Euro | 36 Euro |
Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel, keine Durchschnittswerte. Setzen Sie Ihre eigenen ein: Bei kleinen Aufträgen und niedriger Abschlussquote liegt die Grenze oft nur bei wenigen Euro.
Warum die Abschlussquote die wichtigste Zahl ist
Bei gleichem Preis pro Anfrage verdoppelt eine halbierte Abschlussquote Ihre Kosten pro Auftrag. Genau hier unterscheiden sich die Anfragewege. Laut MyHammer Hilfe zahlen Handwerker pro bestätigtem Kontakt, nicht pro Auftrag. Aroundhome berechnet laut seiner Partnerseite einen Festpreis pro qualifizierter Anfrage und gibt jede Anfrage an bis zu drei Fachbetriebe. Wenn drei Betriebe dieselbe Anfrage bekommen, liegt Ihr rechnerischer Anteil bei einem Drittel.
Der Rechner unten macht aus Ihren Kontakten, Gebühren und gewonnenen Aufträgen die Kosten pro Auftrag. Vergleichen Sie das Ergebnis mit Ihrem Deckungsbeitrag.
Rechner: Was kostet Sie ein Auftrag über das Portal?
Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen aus dem letzten Monat ein. Ihre Kontaktgebühren finden Sie in Ihrem Portal-Konto. Der Rechner speichert nichts und schickt nichts ab.
Wie viele Kontakte haben Sie bezahlt?
Aus Ihren Rechnungen. Wir setzen hier bewusst keinen Wert ein.
Aufträge, die Sie aus diesen Kontakten bekommen haben.
Ohne Vertrag: 0.
Tragen Sie Ihre durchschnittliche Gebühr pro Kontakt ein, dann rechnet das Tool.
Zum Vergleich, unser Modell: Ein Partner pro Region. 199 €/Monat in den ersten drei Monaten; bei größeren Aufträgen Pauschale bis 1 000 €/Monat. Bewertungen bleiben Ihr Eigentum.
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Rechenhilfe mit Ihren Eingaben. Keine Aussage über die Preise oder die Qualität eines bestimmten Portals.
Bezahlte Klicks: dieselbe Rechnung, eine Stufe davor
Bei Google Ads zahlen Sie nicht pro Anfrage, sondern pro Klick. Die Grenze verschiebt sich deshalb um einen Schritt: Höchstpreis pro Klick = Höchstpreis pro Anfrage × Anteil der Klicks, die zu einer Anfrage werden. Bei 90 Euro pro Anfrage und einer Anfrage auf 20 Klicks (5 %) dürfen Sie höchstens 4,50 Euro pro Klick zahlen.
Wie teuer Klicks tatsächlich sind, unterscheidet sich stark nach Gewerk. Für „Dachdecker + Stadt“ lag der Klickpreis im Median von 16 Großstädten bei 2,35 Euro, für Entrümpelung bei 9,51 Euro. Die Werte je Gewerk und Stadt stehen in Handwerker-Nachfrage 2026, was das pro Auftrag bedeutet, in Google Ads für Handwerker.
Was das für Ihre Anfragewege heißt
- Preis pro Kontakt oder Anfrage: Liegt der Preis über Ihrem Höchstpreis, rechnet sich der Weg nur, wenn Ihre Abschlussquote steigt.
- Monatsabo: Teilen Sie das Abo durch die Zahl der Anfragen eines normalen Monats. Das Ergebnis ist Ihr Preis pro Anfrage, in schwachen Monaten entsprechend höher.
- Eigene Wege über Website und Google-Profil: keine Gebühr pro Anfrage, dafür Zeit und Kosten vorab. Was eine Website kostet und was sie bringen muss, steht in Website für Handwerker.
Wie die großen Portale abrechnen, zeigt Handwerkerportale im Vergleich. Den Rechner nur für MyHammer finden Sie im MyHammer-Kostenrechner.
Quellen
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